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Séneca – mein neues Projekt

Ich bin nun schon zwei Wochen in meinem neuen Projekt. Die Schule heißt Séneca und ist eine integrative Schule in Quito. Integrative Schulen sind hier nicht wirklich verbreitet, deswegen ist es schon etwas “besonderes”.
Es gibt eine Vorschulklasse, mit drei “speziellen” Schülern, dann die “escuela” (bei uns Grundschule) und das “colegio” (weiterführende Schule), wo die Schüler ihr Abitur machen. Insgesamt hat die Schule 270 Schüler (ist somit eine eher kleine Schule)  davon sind 20 behindert. Zwei Sonderpädagoginnen arbeiten mit diesen Schülern, geben ihnen Einzelunterricht und helfen ihnen ebenso in ihren Klassen.

Ich helfe montags und freitags in der Vorschule und den Rest der Woche in der ersten Klasse mit. Ich bin nicht speziell für die behinderten Kinder zuständig, sondern helfe einfach wo ich kann. Die erste Klasse gilt als “kompliziert”, da sie offiziell zwar nur einen Schüler mit Behinderung hat (Downsyndrom), jedoch gibt es weitere schwierige Kinder, die besondere Förderung brauchen. Die Lehrerin in dieser Aula ist spitze, sie hat die Kinder voll im Griff, gestaltet den Unterricht super interessant, spannend, ruhig und zieht so (fast) immer alle Kinder mit. Ich habe diese Klasse noch mit keiner anderen Lehrerin so aufmerksam und ruhig erlebt wie mit der Klassenlehrerin. Von ihr kann ich wirklich viel lernen!!

Ebenso gefällt mir sehr gut, dass die Schule im Grünen liegt, die Kinder viel Platz zum draußen toben und spielen habe und auch die Klassen sehr schön gestaltet sind. Also ein wirklich nettes Ambiente!!

Ich werde morgens mit dem Schulbus abgeholt, die Schüler im Schulbus sind recht komisch zu mir, wissen scheinbar nicht was sie mit mir anfangen sollen, wenn ich sie anspreche lachen sie nur, aber naja… Werde ich schon überleben. Die Kleinen haben mich super aufgenommen, die Lehrer ebenso, das ist wirklich super. Somit fühle ich mich auf jeden Fall gut aufgehoben, auch wenn ich immer noch meine Leute aus dem Sinamune sehr vermisse. Ich denke jedoch, dass es so die beste Entscheidung war, denn auch Migränetechnisch geht es mit momentan besser…

Die Schule hat nur bis Ende Juni geöffnet, sodass ich in den letzten Wochen nochmal neu schauen muss, wo ich noch ein bisschen mithelfen kann. Aber ein paar Erfahrungen mehr, schaden bestimmt nicht…

Schaut euch mal die Bilder in der Galerie an, dann bekommt ihr nochmal einen weiteren Eindruck… Viel Spaß!

 

 

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Projektwechsel

Gestern fand in meinem Projekt die Abschiedsfeier für mich statt, da ich mich nun leider, schweren Herzens, entscheiden musste, das Projekt zu wechseln.

Seit Januar hatte ich vermehrt Probleme mit den Chefs der Fundacion. Hauptgrund der Konflikte: Sie wollen nicht das ich mich so gut mit den Lehrern, Musikern und Schülern verstehe. Generell ist in der Schule kein Kontakt zu seinen Mitmenschen erwünscht, Freundschaften oder engere Kontakte sind zu meiden. So gibt es auch die Vorschrift, dass in den Pausen die Lehrer nicht untereinander sprechen sollen. Die Pausen sein für die Schüler da, nicht für die Unterhaltung der Lehrer.
Da ich jedoch immer einen guten Kontakt zu allen hatte, auch freundschaftlich, wurde mir das Leben dort immer schwerer gemacht. Scheinbar wurde ich eher als “Feind” gesehen, da ich Dinge mitbekommen habe, die ich wahrscheinlich nicht wissen sollte. So bekam ich nie eine positive Rückmeldung bekommen, sondern wenn ich etwas bekommen habe, waren es Schreiben, dass ich mich nicht richtig Verhalte, dass meine Ideen nicht umsetzbar sein etc. Leider haben jedoch meine Chefs nie mit mir gesprochen, und wenn ich versucht habe den Kontakt aufzunehmen, wurde ich abgewiesen, meine Chefin sagte mir sie kenne mich nicht und rede nicht ohne meine Organisation mit mir.
Als es dann vor drei Wochen soweit kam, dass ich nun zwei Tage die Woche im Nachmittagsbereit suspendiert bin, weil eine italienische Tanztherapeutin eine Mail geschrieben hatte, dass ich keine Bildung und keinen Respekt hätte, und meine Chefs nicht die Zeit und Lust hatten mit mir darbüber zu sprechen, wurde ich kurzerhand suspendiert, obwohl alle Lehrer versichern konnten, dass ich nichts getan hatte.
Ich habe mich einfach schlecht, nicht erwünscht, traurig, enttäuscht und absolut ungerecht behandelt gefühlt und leider gab es auch keine Möglichkeit diese Situation zu verbessern.
Zusammen mit Experiment entschloss ich deswegen, das Projekt zu wechseln, da ich nicht weitere drei Monate unter diesen Umständen hätte arbeiten können, da mir das alles doch sehr nahe ging und ich mich einfach nur schlecht gefühlt habe.

Experiment hat sehr gut reagiert, sie schlugen mir vor das Projekt zu wechseln, da sie merkten, dass meine Arbeit dort von den Chefs kein bisschen gewürdigt wurde. Sie erklärten mir, dass sie wüssten, dass ich eine gute Arbeit mache und das sie nicht möchten, dass mein Jahr hier so zuende geht.
Um meine Schüler tut es mir unglaublich leid, ebenso der Lehrer wegen, jedoch hätte ich dort nicht weiter sorgenlos arbeiten können. Die Entscheidung das Projekt zu wechseln, ist mir wirklich nicht leicht gefallen und es tut sehr weh, die Menschen die ich so in mein Herz geschlossen habe nun zurücklassen zu müssen. Ich denke jedoch, dass ich nun die neue Chance nutzen muss und möchte Versuchen mein Jahr hier gut zu Ende zu bringen.

Der Abschied gestern viel sehr herzlich aus, meine Schüler machten eine große Feier, jeder hatte etwas mitgebracht (Süßigkeiten, Popcorn, Käse, Wurst, Getränke) und die verschiedenen Klassen hatten sich viel Mühe gegeben und mir Abschiedskarten, ein Plakat und ein Abschiedsbuch gebastelt. Es wurden viele Tränen vergossen, sowohl von den Schülern, als auch von den Lehrern – ein weiterer Beweis, dass meine Arbeit nicht schlecht, sondern nur von bestimmten Personen nicht anerkannt wurde. Ebenso die Eltern zeigten sich sehr traurig, boten mir an nochmal mit meinen Chefs zu sprechen, damit ich bleiben könne…
Meine Chefs zeigten sich auf der Feier nicht, und verabschiedeten sich auch so nicht von mir. Das zeigt mir deutlich, dass ich mit dem Projektwechsel das Richtige tue.

Am Montag werde ich nun neu anfangen. Ich werde in einer integrativen Schule arbeiten, in jeder Klasse sind einige behinderte Schüler, welche ich wahrscheinlich unterstützen und begleiten werde. Viel mehr Informationen habe ich noch nicht. Ich werde nun den Montag abwarten und hoffen, dass ich in meinen letzten Monaten hier noch viele neue, positive Erfahrungen sammeln werde.
Ich halte euch auf dem Laufenden…

(weitere Bilder vom Abschied findet ihr in der Fotogalerie)

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Karfreitag

 

Miri und ich haben uns heute die beeindruckende Karfreitagsprozession in der Altstadt von Quito angeschaut.
Um 11.30 Uhr verließen die Gläubigen die Kirche San Francisco, die Altstadt war von Menschen überflutet und jedemenge Polizisten waren im Einsatz. Vor der Kirche begann die Prozession, quer durch die Altstadt.
Die “cucuruchos” in ihren lila Gewändern stellen dabei die Büßer, einige Andere das Leiden Jesus dar, indem sie sich Holzpfähle und Kreuze auf die Schultern spannen und sich damit durch die Stadt peitschen lassen. Die “cucuruchos” haben dabei die Kaputzen auf, um ihr Angesicht der Sünde zu verstecken. Viele Menschen laufen barfuß, einige haben Stacheldraht um ihren Körper oder ihren Kopf gewickelt, Kinder, Erwachsene, Junge und Alte sind zu finden. Die zuschauende Menschenmassen ist enorm, wir hatten wirklich Probleme uns durch die Menge zu schlagen.
Vor Beginn der Prozession fa am Plaza Grande auf den Stufen zur Kirche eine Vorführung statt, die in Form eines Ausdruckstanzes das Leiden darstellte.

ausdruckstanz karfreitag

Bei der Prozession spielten viele verschiedene Blaskapellen. Unter anderem spielten sie auch “Sound of Silence” von Simon and Garfunkel, dieses Lied wurde hier mit einem religösen Text ausgestattet und gehört nun zu den Kirchenliedern.

Insgesamt war die Prozession unglaublich beeindruckend, wenn auch teilweise wirklich schwer mit anzusehen, da viele sehr leiden – durch den Stacheldraht der sich in ihren Körper bohrt, die Schläge die sie sich selbst geben, oder bekommen und vorallem durch die schweren Kreuze und Pfähle.

Schaut euch die Bilder selbst an…

Anschließend fuhren wir zu Bekannten zum Osteressen: Fanesca, Kartoffelpüree und Milchreis, die typischen Ostergerichte.

Der traditionelle Glaube lebt nicht nur in der Kultur des Landes sondern setzt sich auch bei der Wahl der Speisen und Getränke fort. In Quito isst man zu Ostern eine nach traditioneller Art zubereitete Fischsuppe. Diese wird nur in der Karwoche gereicht und nennt sich Fanesca. Neben dem Fisch, der an Jesus erinnern soll, gehören ein Dutzend Körner und Hülsenfrüchte in diese Suppe. Sie stehen für die zwölf Apostel, die Jesus begleiteten. Interessanterweise werden dazu jedes Jahr die besten Fanesca der Stadt gekürt. Man legt bei der Auszeichnung wert auf die Einhaltung des Originalrezeptes gepaart mit einem ausgezeichneten Service.

Zur Fanesca gibt es Teigbällchen, Eier und Bananen. Mir hat sie wirklich gut gechmeckt – nur muss man nach all den Hülsenfrüchten die ganze Zeit danach pupsen…

Viernes Santo scheint hier der Höhepunkt der Osterwoche zu sein, denn den anderen Tage wird kaum Bedeutung geschenkt.

 

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Galapagos

 

Die Galapagos Inseln in Ecuador gelten als das Tierparadies unserer Welt schlechthin. Nirgends sonst kann man mehr Tierarten finden, die noch frei in der Wildnis zu sehen sind. Schnorcheln mit Pinguinen, Tauchen mit riesigen Mantarochen oder meterlange Echsen bestaunen!

Die Galapagos Inseln gehören zu Ecuador und liegen mehrere hundert Kilometer vor dem Festland.
Die Inselgruppe besteht aus 14 größeren Inseln und über 100 kleineren bis winzigen Inseln.
Fünf Inseln sind besiedelt: Santa Cruz (ca. 24.000 Einwohner, Stand 2011), San Cristóbal (ca. 9.000, Stand 2011), Isabela (ca. 1.200, Stand 2011), Floreana (Santa Maria) (ca. 150, Stand 2011) und Baltra (Seymour Sur) (keine Wohnbevölkerung, aber Militärstützpunkt mit Kasernen für ca. 400 Soldaten und Angehörige der Küstenwache).

Die außerordentliche und einmalige Flora und Fauna der Inseln gehören zum Weltnaturerbe der UNESCO. Sie werden durch den Nationalpark der Galápagos-Inseln geschützt. Etwa 97 % der Fläche der Galapagosinseln und 99 % der sie umgebenden Gewässer innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone stehen dadurch unter strengem Naturschutz, die landwirtschaftliche und fischereiliche Nutzung sowie das Betreten der Inseln und Befahren der Gewässer sind streng reglementiert und werden durch die Nationalparksverwaltung mit Sitz in Puerto Ayora kontrolliert.

Die Galapagosinseln sind vulkanischen Ursprungs. Die tektonische Platte (Nasca-Platte), auf der die Inseln liegen, bewegt sich über einer Magmakammer, die auch heute noch vulkanische Aktivität auf den Inseln Isabela und Fernandina bewirkt (sogenannte Hot-Spot-Theorie). Auf der Insel Fernandina brach deren Vulkan Cumbre zuletzt im April 2009 aus. Obwohl die Inseln in Äquatornähe liegen, ist das Klima aufgrund des mit 20 Grad Celsius relativ kühlen Meerwassers (vom Humboldtstrom und von aufsteigendem Tiefenwasser) eher gemäßigt. Das nährstoffreiche Tiefenwasser ist verantwortlich für den Artenreichtum rund um den Archipel.

Am 25.03 ging es für Stefan und mich um 06.00 Uhr morgens los – vom Flughafen Quito mit Ziel Galapagos. Wir landeten auf der kleinen Flughafeninsel Baltra. Dort gab es die ersten Probleme: die Nationalparkwächter sahen nicht ein, dass ich den nationalen Preis zahlen könnte (da ich einen ecuadorianischen Ausweis habe) und wollten unbedingt einen Nachweis der Uni in Ecuador sehen. Ich habe verzweifelt versucht zu erklären, dass ich Freiwillige sei, nicht in Ecuador studieren würde etc. aber interessiert hat es niemanden. So mussten sowohl Stefan, als auch ich, die 100$ Parkgebühr zahlen – Pech.

Vom Flughafen aus ging es in einem Bus ca. 15 Minuten lang, bis wir an der Überfahrtstelle ankommen. Für  0.80$ konnten wir mit einem Boot auf die Insel Santa Cruz übersetzten. Die Fahrt dauerte ca. 5 Minuten.

Santa Cruz ist nach Isabela die zweitgrößte, allerdings bevölkerungsreichste Insel des Galápagos-Archipels. Die nahezu kreisrunde Insel vulkanischen Ursprungs weist eine Landfläche von knapp 986 km² auf; der höchste Punkt liegt bei 864 m übr dem Meeresspiegel.
An der Südküste von Santa Cruz liegt der Hauptort der Insel, Puerto Ayora, die mit rund 15.000 Einwohnern größte Stadt aller Galápagos-Inseln. Dort befindet sich auch die Charles Darwin Forschungsstation, die nach dem bekannten Evolutionsforscher Charles Darwin benannt worden ist.

Von der Ankunftsstelle auf Santa Cruz fuhren wir mit einem Bus ca. 45 Minuten bis nach Puerto Ayora. Dort angekommen suchten und fanden wir ein nettes Hotel in dem wir uns erst mal niederließen und uns umzogen – die Hitze hatte uns schon im Griff. Von daaus ging es zum nächsten Bankautomaten und stellten fest – nichts mit Geld. Die Überweisung die wir in Quito von meinem einem auf das andere Konto getätigt hatten war noch nicht angekommen und so konnten wir erstmal nur ein bisschen Geld abheben.
Im Glauben das Geld würde schon noch kommen, suchten wir, nachdem wir uns in einem super Lokal gestärkt hatten, erstmal den Strand „Tortuga Bay“, da Puerto Ayora selbst hat keinen Strand hat. Zu diesem Strand führt ein ca. 30minütiger Fußweg. Am Anfang steht ein Wächterhäusschen, an welchem  man seine Daten abgeben muss und dem Wächter versichern muss pünktlich um 18.00Uhr wieder bei ihm zu erscheinen, er hatte wohl keine Lust sich nach Feierabend noch auf die Suche nach verschollenen Touristen zu machen. Der Weg ist nett angelegt, man geht gemütlich, immer in der Hoffnung das Meer bald zu sehen und kann sich auf den Steinen die sich ausruhenden Lavaechsen anschauen.
Am Wasser angekommen befindet man sich an einem langen, weißen Sandstrand – wunderschön. Der vordere Teil ist für die Wassersportler gedacht, da dort die Wellen sehr hoch und stark sind. Auf der Suche nach dem hinteren, ruhigeren Teil, trafen wir auf viele große Wasserechsen die es sich am Strand gemütlich gemacht hatten. Ich fotografierte Stefan mit einer – eine beeindruckende Erfahrung so nah an den freilebenden Tieren sein zu können. Weitere Echsen saßen zusammen mit den Krebsen auf den Steinen und ließen sich vom Meerwasser überspülen.
Der hintere Teil des Strandes besteht aus einer kleinen Bucht, ganz ruhig und ohne Wellen, in der es sich wunderbar baden lässt. Neben uns im Wasser schwamm ein Pelikan, immer wieder auf der Suche nach Fischen – einmal streifte er fast Stefans Kopf- und  im hinteren Teil fanden wir einen Babyhai im warmen Wasser schwimmen. So konnte der Urlaub beginnen!!

Am nächsten Tag war das Geld leider noch immer nicht da und langsam bekamen wir Panik. Hatten wir einen Fehler gemacht, was wäre wenn das Geld gar nicht mehr käme – sollten wir schon mal nach Tellerabwasch-Jobs fragen? Eine wirklich unangenehme Situation! Nachdem wir dann aber mit der Bank in Deutschland telefoniert hatten und sie uns versicherten das wir das Geld am nächsten Tag abheben könnten beschlossen wir, den Tag noch zu nutzen und unser noch vorhandenes Geld in eine Schnorchel Tour zu investieren – denn wenn das Geld nicht mehr käme ständen wir früher oder später eh ohne Geld da. Wieso dann nicht noch das übrige Geld nutzen um tolle Erfahrungen zu machen?!

So fuhren wir mit einem Boot raus zum Schnorcheln. Der Guide sagte uns wir könnten noch eine Insel besichtigen, doch der Steuermann des Bootes riet Stefan und mir davon ab und schlug uns vor schon eher mit ihm schnorcheln zu gehen und versprach uns im Wasser die Schildkröten zu zeigen. Dieser Deal gefiel uns und so ging es zu dritt ins Wasser. Der supernette Bootsführer nahm mich an die Hand, Stefan schwamm hinter mir und wirklich hatten wir das große Glück und sahen insgesamt 5 große Schildkröten unter uns schwimmen. Wir waren ihnen so unglaublich nahe!!! Dank der Unterwasserkamer die Stefan mitgebracht hatte, konnten wir viele Bilder schießen. Stefan wird sie in Deutschland entwickeln lassen und mir schicken, dann stellen wir sie ganz schnell online damit ihr auch alle unsere Unterwassererfahrungen in Bildern habt. Ich hoffe sie sind gelungen!

Am Abend dann die Erleichterung – wir konnten Geld abheben. Reich, glücklich und wirklich hungrig (unser Mittagessen bestand auf Grund der Sparmaßnahme aus Wasser und einer Empanada für jeden) beschlossen wir in ein sehr gutes Hotelrestaurant zu gehen. Stefan aß dort seine erste Ceviche – ein landestypisches Fischgericht bei welchem der Fisch in Limettensaft mariniert wird und in Scheiben geschnittene rote Zwiebeln mit dem Fisch und der Soße vermischt werden. Sehr lecker!

Am nächsten Tag trafen wir Miri – meine Schulfreundin die zurzeit auf Galapagos den Freiwilligendienst absolviert  (siehe Artikel „Karneval in Ecuador“) – und besichtigten am Morgen gemeinsam die Charles Darwin Station auf Santa Cruz – eine interessante Erfahrung in der Hitze von Galapagos!

Die Charles Darwin Station ist ein wichtiges Forschungszentrum auf der Isla Santa Cruz auf Galapagos. Sie wurde 1964 eingeweiht. Wissenschaftler aller Welt arbeiten hier um ihre Forschungen zu betreiben und zum Erhalt der Galapagosinseln beizutragen. Touristen nutzen die Station als Informationsquelle und Möglichkeit Riesenschildkröten zu sehen. Hier ist auch der Lonesome George beheimatet. Die Charle Darwin Station ist 15 Gehminuten vom Ort Puerto Ayora entfernt.

Am Mittag ging es dann, nach einem echt guten Eis, von Santa Cruz auf die Insel Isabela. Die Überfahrt dauerte ca. 2 Stunden und ich merkte mal wieder, das Bootfahren wirklich nicht mein Hobby ist. Mir war unglaublich heiß, der Schweiß lief an meinem ganzen Körper lang, mir war schlecht und ich war einfach nur froh als ich endlich dieses stickige, schaukelnde Boot verlassen konnte!

Mit einer Größe von 4.640 km² und einer Länge von 120 Kilometern ist Isabela (englisch auch Albemarle) die weitaus größte der Galápagos-Inseln, und fast fünfmal so groß wie die zweitgrößte Insel, Santa Cruz. Die Insel nimmt weit mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Landfläche des gesamten Archipels ein. Sie wuchs aus bis zu sechs ursprünglich separaten Vulkaninseln zusammen, ein weiteres Zusammenwachsen mit der westlich benachbarten und durch den 4,4 km breiten Canal Bolívar getrennten Insel Fernandina durch vulkanische Aktivität ist möglich.

Am Hafen angekommen begrüßte uns ein Seehund zur Ankunft, allein das war schon die Reise wert! Nachdem wir auch hier eine nette Bleibe gefunden hatten und uns im Hotel direkt eine Tour für den nächsten Tag aufgedrückt wurde, besichtigten wir die ruhigere und weniger touristische Stadt Villamil. Dort gibt es, anders als in Puerto Ayora, direkt einen schönen Strand den wir auch sogleich zur Abkühlung nutzten. Wunderschönes Wasser, herrlich warm, sooo unglaublich schön!

Am Mittwochmorgen ging unsere Tour los. Zuerst bestiegen wir den Vulkan „Sierra Negra“, der Vulkan mit dem zweitgrößten Kraterkegel der Welt! Schon nach wenigen Minuten ging uns unser japanischer Guide einfach nur noch tierisch auf die Nerven. Jeden Moment meinte er Pausen machen zu müssen, wir kamen nicht voran, die Sonne prallte, er sprach von allem aber nicht von dem was wir uns ansahen und auch der Rest der Gruppe war eher fraglich. Zwei Jungs in Jeans – bei der Hitze, die nach ca. 15 Minuten auf die Idee kamen die Sonnencreme herauszuholen, das hatten sie nicht mehr geschafft, ein rosa Mädel das auch gerne viele unnötige Pausen wollte, einige Chaoten und noch einen netten Ecuadorianer und einen sich nicht wehren könnenden Amerikaner (da er kein Spanisch sprach). Unser pausen machender Guide erzählte uns ungeschlagene 30 Mal, dass er jeden Tag 20 Stunden arbeiten würde (Wollen wir mal arbeiten definieren?), dass seine Familie und seine Frau in Japan lebten, dass irgendwer, irgendwo Mathe studieren würde, dass sein Sandwich zu viel Mayonnaise hätte etc. Wirklich interessante Neuigkeiten ohne die wir diesen Vulkankrater nie hätten besichtigen können. Ein weiteres Merkmal dieses Guides war es, immer mit seinem Regenschirm – bei einer Affenhitze – vorzulaufen. Manchmal benutzte er ihn als Sonnenschutz, manchmal sah es eher aus als hätte er eine Wünschelrute die ihm den Weg zeigen sollte. Zudem erzählte er, auf den Hinweis, dass wir vielleicht weitergehen könnten, dass alle Deutschen gut laufen könnten, da sie ja die Alpen hätten…    Dieser Kerl war echt die Härte!
Der Kraterkegel war interessant anzusehen, das drum herumlaufen hat allerdings nicht viel gebracht, da sich die Sicht nicht veränderte. Nur der Guide brachte immer weitere, uninteressante Geschichten und Miri und ich vertrieben uns die Pausenzeit mit unsinnigen Fotos die wir von uns schossen.

Am Nachmittag ging es mit besagtem Guide zum Schnorcheln. Diesmal blieb er, ohne seinen Wünschelroutenregenschirm, im Boot sitzen- so viel zum Arbeite- und ließ uns mal selbst schauen was wir so entdecken konnten. Als wir mit dem Boot losfuhren konnten wir vom Boot aus einen riesigen Rochen im Wasser sehen und an Land die Blaufußtölpel, Galapagospinguine und Seelöwen sehen. Zwei Seelöwen schwammen die ganze Zeit in der Bugwelle hinter dem Boot – super schön! Leider hatten wir die große Kamera nicht mit und so müssen wir nun hoffen, dass das Bild mit der Unterwasserkamera was geworden ist!
Das Schnorcheln war sehr schön, da wir die Möglichkeit hatten viele bunte Fische und Fischschwärme sehen und fotografieren zu können. Nur hatten wir eine doofe Maske bekommen (und unser super Guide hatte natürlich keine anderer mehr) bei der immer Wasser reinlief. Aber wir versuchten uns davon nicht ärgern zu lassen und genossen das Wasser.
Nach dem Schnorcheln fuhren wir auf das Lavastein- Halbinselchen „Las Tintoreras“, auf welchem wir viele Krebse, Robben und Echsen sehen konnten. Zudem gab es einen natürlichen Durchgang – so wie man es oft im Zoo findet- duch den viele Haie und große Schildkröten schwammen. Wirklich beeindruckend!!

Am Abend aßen wir in einem sehr guten Hotelrestaurant. Das Essen mussten wir schon am Vorabend vorbestellen, ansonsten hätten wir nichts bekommen. Die Gerichte waren wirklich spitze – und sogar billiger als in den Straßenlokalen. Muy rico!

Am nächsten Tag machten wir unsere eigene Tour, da uns die eine Guideerfahrung gereicht hatte. Mit dem Taxi ging es zur „Muro de las Lágrimas“ (Tränenmauer), eine Mauer die in den Späten 50er – Jahren von aneinandergeketteten Gefangenen errichtet wurde. Den 7km langen Rückweg bewältigten wir zu Fuß, wobei wir viele Möglichkeiten hatten kleine Abzweigungen zu nehmen um uns Lagunen und andere Aussichtspunkte anschauen zu können. Eine schöne Strecke, viele wunderschöne Strandabschnitte und auch die Tiere konnten wir wieder beobachten. Diesmal gab es eine Schildkröte die uns am Wegrand begrüßte und eine Menge von Echsen.

Als wir das Dorf fast erreicht hatten, sprangen wir freudig in das mehr oder weniger kühle Nass und genossen das blaue Meer.

Am späten Nachmittag wollten wir nocheinmal eine ca. 30minütige Bootstour machen, nur um die Tiere fotografieren zu können. Die Frau an der Rezeption des Hotels telefonierte für uns rum und kam mit den Informationen zurück, dass wir diese Tour nur mit Guide machen könnten, und dieser 120$ kosten würden. Da lehnten wir mal lieber dankend ab und liefen selbst zum Hafen um zu sehen was sich so machen ließe. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort kam gerade unser super Guide mit der Schnorcheltruppe zurück und so fragte ich einfach mal ob wir diese Fototour machen könnten. Der Guide sagte nichts, aber der Bootsführer meint das sei kein Problem und so bekamen wir noch die Möglichkeit die Bilder zu schießen! Echt klasse!

Am nächsten Morgen ging es dann um 06.00 Uhr in der Früh mit dem Schaukelboot zurück nach Santa Cruz. Miri traf sich dort mit anderen aus ihrem Projekt um gemeinsam wieder nach San Cristobal zurück zu fahren und Stefan und ich machten uns auf den Weg zum Flughafen.

Der Galapagosaufenthalt war wirklich spektakulär, wunderschön, einzigartig und wir wollen sie gerne, wenn unsere Kinder erwachsen sind, noch einmal besuchen.

 

 

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Mein Geburtstag wurde hier wunderbar gefeiert. Das Bild was ihr an meiner Tür hängen seht, hat mir eine Freundin und Kollegin gemalt :) .  Los ging es am Morgen mit einer Feier im Projekt – meine Kollegen hatten mich eingeladen in die Schule zu kommen. Dort wurde dann mein Geburtstag und der Geburtstag von Christine (die andere Freiwillige) gefeiert. Christine hatte am 15.3 Geburtstag und leider wurde dieser nicht so wirklich wahrgenommen, weswegen wir nun eine Doppelfeier hatten.
Unsere Kollegen hatten uns Kuchen, Marshmellows, Erdbeeren, Chips, Käse, Würstchen und viele andere Leckerein besorgt. Stefan fand diese Mischung sehr gewöhnungsbedürftig – alle anderen kannten sie nur so. Christine und ich wurden mit dem Kopf in die Torte gesteckt – ein ecuadorianischer Brauch der Glück bringen soll.

Am Nachmittag aßen Stefan und ich zu Hause Oma Grete Kuchen und Oma Doris Pudding – lecker!! Die Restzeit verbrachten wir mit ausruhen, die vielen schönen Geschenke auspacken und mit meinen Lieben in Deutschland skypen.

Um 5 trafen wir uns dann mit Judy und meiner Cousine (die wieder mal später kam) im Schweizer Hotel. Dort gab es ein leckeres Buffet, mit vielen verschiedenen Kleinigkeiten. Zudem sangen die Angestellten für mich, ich bekam einen Geburtstagskuchen und es wurde ein Foto von mir und meiner Geburtstagsgesellschaft geschossen, welches ich nun in einer Karte in meinem Zimmer stehen habe.
Das Buffet schloss schon um 18.00 Uhr – am Abend gab es ein weiteres Abendbuffet, von welchem wir nichts wussten. Wir waren jedoch ganz froh, dass Buffet mit den Kleinigkeiten gehabt zu haben. Voll, müde und glücklich kamen wir so am Abend zu Hause an und verbrachten hier den restlichen Abend ganz ruhig…
Ein wirklich schöner und ganz anderer Geburtstag!!

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Regenreiten

Montag und Dienstag saßen Stefan und ich auf dem Pferd. Wir hatte eine zweitägige Reittour im Nationalpark Cotopaxi gebucht und fuhren so schon am Sonntag Abend in die Unterkunft “Papagayo”, von der es am nächsten Tag aus losgehen sollte. Das erste Abenteuer: der ca 15 minütige Weg zur Hosteria. Wir wurden vom Bus an der Straße rausgelassen und mussten einen stockfinsteren Weg durch den Wald gehen. Ganz geheuer war uns das nicht und so waren wir sehr froh als wir endlich das Licht der Hosteria sehen konnten.

Unser Zimmer war im ehemaligen Pferdestall und somit sehr schief. Die Fenster waren profesionell mit Klopapier abgedichtet, die Tür oben mit Panzerband zugeklebt um die Kälte nicht herreinkommen zu lassen… Da die Hosteria sich auch 3200m befindet, wurde es in der Nacht doch recht kalt. Zum Glück hatten wir einen kleinen Heizkörper im Zimmer stehe (die erste Heizung die ich hier je gesehen habe), die uns in der Nacht ihre Wärme schenkte.

Am ersten Tag wurden wir in die Kunst des Reitens eingewiesen und durfen beim striegeln und satteln helfen. Danach ging es los – der erste Tag war zum testen und ausprobieren angesetzt, damit der Guide sehen konnte was wir so können (oder auch nicht…).
Somit ritten wir ein bisschen die Berge hoch, relativ viele größere Straßen und übten uns im Schritt, Trab und Galopp. Mein Pferd namens Jacob meinte jedoch plötzlich vollkommen losrasen zu müssen, Stefan und Xavier (unser Guide) hatte es schon weit hinter uns gelassen und auf meine Anhalteversuche reagierte es gar nicht mehr. Also blieb mir nichts anderes übrig als zu hoffen dass es irgendwann anhalten würden. Vor lauter Panik schrie ich nur “Mama!! Mama!!”, was jedoch nur dazu führte, dass sich die Leute die geradan uns vorbei liefen und meine verzweifelten Anhalteversuche beobachteten, schlapp lachen mussten. Super Hilfe!

Das Wetter zeigte sich von seiner eher nicht so freundlichen Seite  – Regen, Wolken und die normalerweise so beeindruckende Sicht auf die Berge und Vulkane blieb uns verwehrt. Nach 5 Stunden kamen wir total nass und kalt wieder in der Hosteria an und freuten uns – nach der heißen Dusche – über ein Stück Schokokuchen und einen heißen Tee.

Am nächsten Tag ritten wir zum Ruminahui, ein 4721 m hoher nicht mehr aktiver, stark erodierter Vulkan. Der Ritt war gut, die Sicht wieder gleich Null und auch der Regen ließ uns nicht in Ruhe. Zuerst ging alles gut, wir ritten durch ganz verschiedene Gebiete, Straße, Wald, Hochebene und befanden uns mitten in einer Wolkenschicht. Auf dem Ritt hinunter gab es einen ganz engen Pass, durch den Regen war die Erde nur noch Matsche, welcher aus zwei schmalen Rillen bestand, in welche nicht mal einer meiner Füße passte. Die Pferde rutschten alle aus, das Pferd von Xavier lag plötzlich vor mir in der Rinne. Wahrscheinlich um dem Schlamm zu entkommen, sprang Xaviers Pferd plötzlich los, den Hang rechts hinauf. Mein Pferd machte es ihm nach, knickte jedoch mit den Hinterbeinen ein und ich fiel links hinunter. Wie ein Flummi kam ich zuerst mit dem Kopf (danke an den Helm!!) und dann mit dem rechstlichen Körper auf dem Boden an, wobei mein Fuß noch eine gefühlte Ewigkeit im Steigbügel hängen blieb bevor ich mich befreien konnte. Passiert ist zum Glück nichts! Xavier drehte sich genau in diesem Moment um, sagte wir sollten besser absteigen da es so zu gefährlich wäre und lachte laut los als er mich auf dem Boden liegen sah – Danke! Bei seinem Versuch zu mir zu kommen und mir beim Aufstehen zu helfen, legte er sich gleich mal neben mich, da es im Schlamm wirklich unmöglich war zu laufen – für uns genauso wie für die Pferde.

Stefan und ich merkten am zweiten Tag mal wieder sehr schön all unsere Muskeln, die wunden Stellen am Hintern schmerzten und wir waren wieder so nass und kalt dass wir die heiße Dusche, den Tee und den Kuchen sofort in Anspruch nahmen.

Insgesamt war der Trip wirklich anders als wir es uns vorgestellt hatten, auch da die Beschreibung ganz anders war, dass das Wetter nicht mitgespielt hat und wir deswegen von Cotopaxi wirklich nichts sehen konnten war auch nicht optimal, und doch haben uns die Tage gut gefallen, da es eine super Erfahrung war die wir so schnell nicht vergessen werden.

Viel Spaß beim Fotos anschauen!!!

 

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Reise in den Süden

unsere Reiseroute (rot = Bus, blau = Flugzeug)

 

Stefan und ich haben nun 10 Tage eine Reise in den Süden des Landes unternommen und dabei verschiedene Städte und Dörfer besucht.

Los ging es von Quito aus nach Banos. Banos liegt am Fuß des 5016m hohen aktiven Vulkans Tungurahua und ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte in Ecuador. In Banos hat man die Möglichkeit in Thermalquellen zu schwimmen, eine Radtour zum tosenden Wasserfall „Pailon del Diablo“ zu unternehmen oder an einer Wildwasserrafting Tour teilzunehmen.  
Die Busfahrt war für Stefan schon ein Erlebnis für sich, viele Verkäufer stiegen zu und wollten uns Getränke, Chips, CDs oder andere Dinge verkaufen.  In Banos angekommen hatten wir ein wunderschönes Hostal, von einem Deutschen geführt. Am ersten Abend erkundeten wir das Dörfchen, aßen lecker in einem sehr netten italienischen Restaurant und besuchten viele Raftingunternehmen um die passende Tour für uns zu finden. Abends gab es dann, als Vorgeschmack auf den Urlaub, eine echt gute therapeutische Massage für uns.
Am nächsten Tag ging es dann um 9 Uhr los zum raften. Nach einer ca. 40 minütigen Autofahrt hatten wir den „rio pastaza“ erreicht und bekamen eine Einweisung in die verschiedenen Paddelarten. Mit uns fuhr ein Pärchen aus Argentinien und der Guide. Die Kommandos wurden, extra für Stefan, auf Englisch gegeben.
Die Fahrt war super cool, Stefan und ich saßen ganz vorn und bekamen immer wieder riesige Wassermengen ins Gesicht geschleudert. Die Strömung zog uns immer weiter den Fluss herunter. Kurz vorm Ende kamen wir zu einer Stelle an der es mich leider aus dem Boot riss. Wie das genau passiert ist kann ich noch nicht mal sagen, plötzlich befand ich mich auf jeden Fall im sprudelnden, kalten Wasser und das Boot entfernte sich immer weiter von mir. Glücklicherweise habe ich es aber zurück zu den Anderen geschafft und musste nicht im Fluss verweilen.
Anschließend gab es eine Cola und ein typischen Snack für alle und es ging zurück nach Banos.

Am Abend fuhren wir  weiter nach Puyo.

Das 900m hoch gelegene Puyo macht auf Reisende keinen besonders attraktiven Eindruck. Aber die gerademal eineinhalb-stündige Fahrt von den Anden herunter, vom subtropischen Baños auf 1.800m entlang der tief eingeschnittenen Schlucht des Río Pastaza, gehört mit zu den aufregendsten Amazonas-Zugängen.
Auf dem ersten Abschnitt hinter dem Agoyan-Tunnel bei Baños wurde die Straße in den senkrechten Fels hinein gesprengt. Schwindelfreie Fotografen sollten daher unbedingt rechts sitzen, von Puyo links! Wie alle Wege in den feucht-heißen Oriente hat die Strecke einen abrupten Vegetationswechsel aufzuweisen. So beginnen zwischen den kleinen Ortschaften Río Verde und Río Negro bereits meterhohe Farne, blühende Büsche, Urwaldbäume und Orchideen, ober- u. unterhalb der Straße regelrecht aus der Steilwand herauszuwachsen. Kurz vor dem Ort Mera öffnet sich die Schlucht und gibt einen Blick auf das breite Mäandertal des Pastaza-Flusses frei, der von nun an gemächlich den tropischen Regenwäldern entgegenfließt. Der immergrüne Vegetationsteppich zu Füssen der hier bereits asphaltierten Straße streckt sich bis über den Horizont hinaus etwa 3.500 km zum Atlantischen Ozean hin.

Am nächsten Tag brachen wir um 09.00 Uhr auf um den Oriente näher kennen zu lernen. Dazu hatten wir eine Tour im Hostal gebucht. Unser Guide Luis war ein Einheimischer, welcher mit seiner Familie in einem Stamm nahe Puyo lebt. Früher arbeitete er mit Handarbeitssachen die sie verkauften, heute ist er ein Guide um Touristen die Umgebung zu zeigen, da der Verkauf von Handarbeiten mittlerweile nicht mehr zum Leben reicht.
Zuerst fuhren wir zu einer Auffangstation für schlecht behandelte Affen. In Käfigen und im freien leben die Affen dort und werden, wenn es ihr Zustand zulässt, wieder in der freien Natur ausgesetzt. Die Affen waren sehr zutraulich, Stefan hatte mehrere auf seinen Schultern sitzen und trug sie mit sich herum. Einer versuchte sogar ihm unter das T-Shirt zu klettern…

Von da aus ging es weiter zu einem Wasserfall. Wir mussten ca. eine Stunde laufen. Der Guide erklärte uns auf diesem Weg welche Pflanzen als Heilpflanzen benutzt werden, was man bei welcher Krankheit machen muss etc. Stefan probierte ein Mittel gegen Nasennebenhöhlenentzündungen aus: ein Stück Rinde, von einem bestimmten Baum, mit Wasser vermischt. Dieses musste er wie Nasentropfen in die Nase ziehen und anschließend c. 20 Min. lang spucken, da seine Spucke bitter wurde.  Dieses Mittel hat unser Guide uns nachher noch hergestellt und uns zwei Fläschchen verkauft, mal schauen ob es hilft!
Als Reinigung für unsere Gesichter holte Luis etwas steinartiges, aber schmieriges, aus dem Fluss und schmierte damit unsere Gesichter ein. Er sagte, dass es dieses Mittel nur dort gebe.

Geschminkt gingen wir somit weiter auf der Suche nach dem Wasserfall. Leider fing es an zu regnen und der Regen wurde immer stärker anstatt aufzuhören.
Den 30m hohen Wasserfall erreicht, zogen Stefan und ich uns aus (Badesachen hatten wir drunter!) und duschten uns unter dem Wasserfall. Wirklich beeindruckend!!! Stefan versuchte auf den Wasserfall zuzulaufen, musste jedoch recht schnell umdrehen, da er wegen der Stärke des herunterfallenden Wassers keine Luft mehr bekam. So mussten wir um den Wasserfall rumgehen und mit dem Gesicht zur Wand rückwärts auf den Wasserfall zulaufen. Ein sehr schönes Erlebnis!!
Anschließend ging es zurück zum Ausgangspunkt, der Regen wurde allerdings so heftig, dass wir an der Hütte vollkommen durchnässt ankamen. An der Hütte gab es unser Mittagessen: eine Kartoffelsuppe und danach Fisch, Reis und patacones (Bananentortillas).
Gestärkt fuhren wir zu einem Fluss, an welchem uns ein Kanu bereits erwartete. Mit diesem ging es durch den Urwald per Boot – bis wir bei einer Stelle anlegten von welcher aus wir zu einem Mirador (Aussichtispunkt) laufen konnten. Oben angekommen hatten wir eine wunderschöne Aussicht über den Fluss und die Baumlandschaft und konnten und in Hängematten entspannen.
Anschließend zeigte Luis uns wie die Einheimischen Tiere fangen. Er hatte ein Blasrohr und die benötigte Munition und wir durften auf einen Holzmenschen schießen. Stefan traf sofort, ich erst recht spät…

Am Abend kamen wir erschöpft wieder in Puyo an und gingen in eine Pizzeria welche von unserem Reiseführer empfohlen war. Die Pizzeria war recht voll, der Kellner alleine und völlig gehetzt, genervt und einfach fertig mit der Welt. Auf die Pizza mussten wir über 1,5 Std warten. Als sie dann endlich kam, hatten wir kaum noch Hunger, die ganze Zeit hatten wir den armen Kellner beobachtet und uns unsere Geschichten über ihn und die anderen Leute ausgedacht. Am Nachbartisch saßen zwei nörgelnde Kinder, beide sehr müde und sehr hüngrig. So gaben wir den beiden was von unserer Pizza ab, die beiden waren glücklich endlich was zu essen und die Eltern froh, dass die Kinder nun still und zufrieden waren.

Am nächsten Tag ging es mit einer kranken Lynn, die die ganze Nacht über gebrochen hatte, weiter nach Riobamba. Dort mussten wir einen Zwischenstopp einlegen um von dort aus nach Cuenca reisen zu können.
In Riobamba kamen wir in einem deutschen Hotel unter, mit deutschen, echten Bettdecken!!!!!!!!! Eine absolute Wohltat. Stefan fand alleine den Weg zur Apotheke um mir die Medikamente zu besorgen, die Judy uns per Telefonkonferenz empfohlen hatte, und am Abend kochten wir in der Küche des Hotels Nudeln. Für Stefan gab es sogar eine Soße, ich aß lieber nur einige wenige ohne alles, ansonsten gab es Brot und Tee für mich. Ein guter Tag zum Ausruhen und Erhohlen.

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Cuenca.
Für ihre bezaubernde Altstadt, die unzähligen Kirchen und die schmalen, kopfsteingepflasterten Gassen und die kolonialen Häuser mit beeindruckenden Fassaden, den reichlich verzierten, gewundenen Eisenbalkonen und den roten Dächern, wurde die Stadt 1999 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Die beeindruckenden Kirchen reichen bis in das 16te und 17te Jahrhundert zurück und ist mit 52 Kirchen die Stadt der Gotteshäuser, für jeden Sonntag eine Kirche!
In der Altstadt mögen Sie manchmal das Gefühl haben, dass hier die Zeit stehengeblieben ist!

Cuenca ist die ideale Stadt für alle Reisende, die das laute, quirlige Leben in Quito leid sind. Die Bewohner Cuencas sind etwas konservativer und in dieser ruhigen Stadt sind Bräuche und Traditionen stark mit dem modernen Lebensstil verbunden und harmonisieren miteinander. Hier werden Sie keine Wolkenkratzer vorfinden!
Für jeden, der an Kultur und Geschichte interessiert ist, ist Cuenca genau die richtige Stadt. Dass in Cuenca einst viele verschiedene Kulturen aufeinander trafen, hat einen großen Einfluss auf die Kunst und Traditionen gehabt.
Cuenca erwartet Sie mit einer großen Auswahl an Museen und Kunstgallerien und ist das bedeutendste Zentrum des Kunsthandwerks in Ecuador. Sie können dort einzigartige Souvenirs von höchster Qualität erwerben, wie z.B. den Panamahut, Lederjacken, Keramik, Stickereien, Goldschmuck und Kleidung, die in der Gegend um Cuenca produziert wird.

Dort angekommen ließen wir uns zu einem, ebenfalls im Reiseführer empfohlenem, Hostal fahren.  Im Reiseführer stand, dass Zimmer Nummer 11 sei das Beste, mit einem guten Ausblick auf den Berg, weswegen wir das Zimmer Nummer 11 nahmen. Als wir dann das Zimmer jedoch betraten, trauten wir unseren Augen nicht. Wir standen in einer Höhle, welcher Ausblick gemeint war ist bis heute offen, da es noch nichtmal ein Fenster oder Lichtschacht gab. Wir ergriffen schnell die Flucht, ließen die arme Angestellte völlig verwirrt zurück und retteten uns in das nächste Hostal – diesmal war es ganz nett.
Danach ging es auf eine Erkundigungstour durch Cuenca und wir landeten letztendlich in einem Lokal im zweiten Stock, von welchem wir einen netten Ausblick hatten. Für mich gab es – wegen anhaltenden Magenproblemen – Suppe, Stefan bestellte sich ein Essen „Mar y Tierra“, welches er anschließend zu einem der besten je gegessenen Gerichte kürte. Zwei Spieße mit Fleisch und Fisch, eine leckere Soße und Reisnudeln.

Am nächsten Tag ging die Altstadtbesichtigung weiter, wir besuchten einige Kirchen, einige Plätze und Märkte und beschlossen das Cuenca recht nett, jedoch auch zu laut und zu viel befahren sei um sich wirklich erholen zu können.  Deswegen machten wir uns am Nachmittag auf den Weg zu einem Thermalbad in der Nähe. Dort konnten wir abschalten und relaxen, genossen das warme Wasser und den leichten Regen.
Bei unserem Pommessnack biss Stefan auf eine weiche Pommes, beschwerte sich, dass Steine im Essen wären und merke erst nach einigen Minuten, dass der „Stein“ ein Stück von seinem Zahn gewesen war. Mist!
Ein netter Herr im Wasser, meinte dass es in Cuenca eine Zahnärztin gebe, die auch an den Sonntagen (es war Sonntag, Abends und wir wollten am nächsten Tag weiter!) arbeiten würde. Er gab uns die Adresse und so machten wir uns, zurück in Cuenca, auf die Suche.
Die Adresse führte uns zu einem Haus, nicht wirklich weit von unserer Unterkunft entfernt. Ein Mädchen fragte uns ob sie uns helfen könne und ich erklärte dass wir auf der Suche nach der Zahnärztin sein. Sie führte uns in ein ecuadorianisches Wartezimmer und ging los die Ärztin suchen.
Eine super liebe Frau kam kurz darauf zu uns, stellte sich vor und führte uns in ein recht unordentliches Behandlungszimmer. Sie entschuldigte sich für die Unordnung und erklärte, geputzt werde erst am nächsten Tag…  Nachdem sie sich Stefans Zahn angeschaut hatte, sagte sie uns dass sie ein Provisorium machen könne, damit Stefan nun keine Probleme mehr habe und der Rest könnte dann in Deutschland gemacht werden. Mit dieser Lösung waren wir zufrieden, denn genau so hatte Stefan es sich gewünscht.
Für die ca. 1,5 stündige Behandlung zahlten wir 25$ – sowas bekommt man in Deutschland nicht! Und dass auch noch am Sonntagabend gegen 18.00 Uhr…

Am nächsten Tag ging es weiter nach Loja. Die Bustickets hatten wir für morgens um 5.00 Uhr gekauft und so waren wir rechtzeitig zum Frühstück in Loja. Nach dem Frühstück hatten wir jedoch nicht das Bedürfnis uns länger dort aufzuhalten – eine weitere Stadt und wir hatten wirklich genug von Lärm und Autos!
Deswegen nahmen wir den nächsten Bus nach Vilcabamba.

Vilcabamba in der Provinz Loja ist ein kleiner Ort im Süden von Ecuador. Bekannt wurde er vor allem durch das überdurchschnittlich hohe Alter von überdurchschnittlich vielen Bewohnern Vilcabambas.

Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass von den 2000 Dorfbewohnern Vilcabambas mehr als 60 über 100 Jahre alt sind.  Statistisch gesehen erreicht im Weltdurchschnitt nur einer von 1.745.000 Menschen ein derartig hohes Alter. Zurückgeführt wird diese überdurchschnittliche Menge von Menschen über 100 Jahren in Vilcabamba auf mehrere Faktoren: auf das lokale Heilwasser Vilcabambas, dem Vilcagua, das viele Mineralien enthalten soll. Zudem auf das ganzjährig milde und ausgewogene Klima mit konstanten Jahrestemperaturen zwischen 17 und 24°C, viel Sonne und wenig Wind. Desweiteren machen die Wissenschaftler die negative Ionenladung der Luft für das hohe Alter der Bewohner von Vilcabamba verantwortlich, die durch abendliche elektrische Stürme verursacht wird. Als weiterer Punkt werden die ausgewogene Ernährung und die viele Bewegung angeführt.

In Vilcabamba kamen wir in dem Hotel IZHCAYLUMA unter, ca. 1,5 km über dem Dorf gelegen. Das Hotel, von zwei bayrischen Brüdern gegründet, hat eine wunderschöne Anlage und ist ein perfekter Ort zum Ausruhen und es sich gut gehen lassen. Ebenso gehört ein Restaurant dazu, welches auch deutsche Gerichte anbietet – super toll!! Spätzle (!!), Gulasch mit Knödeln, Currywurst etc. – das mussten wir natürlich alles testen.
Insgesamt verbrachten wir dort vier Nächte. Wir unternahmen Wanderungen, setzten uns in die Cafés im Dorf und genossen die Natur und die Ruhe.
Einen Tag verbrachten wir mit einer vier stündigen Reittour zu einem Wasserfall. Der Guide konnte Deutsch, da er zwei Jahre lang in Berlin gelebt hatte und somit konnte Stefan sich diesmal auch gut unterhalten. Mit den Pferden ging es zuerst eine Straße entlang, bis wir einen kleinen Fluss überquerten und fortan ging es steile Wanderwege hoch. Wirklich beeindruckend dass die Pferde diese Wege ohne Probleme meisterten. Von oben hatten wir einen wunderschönen Ausblick und ebenso gut gefiel uns der Wasserfall zu welchem wir das letzte Stück zur Fuß herablaufen mussten. Eine absolut gelungene Tour!
Allein der Muskelkater, den wir am nächsten Tag sehr deutlich spürten, war fies.
Die Tage in Vilcabamba waren wunderschön und einfach eine gute Erholung. Den letzten Tag verbrachten wir ganz ruhig, da Stefan in der Nacht sich mehrfach übergeben hatte und somit war nun er mit Magen Darm an der Reihe. Glücklicherweise hatten wir am nächsten Tag nichts vor und so blieben wir den ganzen Tag in der Nähe des Hotels, genossen das gute Wetter, unsere Hängematte und die Liegen am Pool.

Am Freitag hatten wir um 18.00 Uhr einen Rückflug von Loja nach Quito. Gerade in der Luft kam die Durchsage, ein Militärflugzeug im Flughafen in Quito sei verunglückt und der Flughafen sei gesperrt. Somit flogen wir langsamer weiter, in der Hoffnung der Flughafen würde schnell wieder öffnen.
Doch es kam anders: die Durchsage dass wir nun nach Manta (an die Küste) fliegen und dort landen würden, ließ unserer Hoffnungen zunichte gehen. Der kleine Flughafen in Manta war überfüllt, vier Flugzeuge waren dort zwischengelandet, es war heiß, stickig und der kleine Minikiosk war sofort leergekauft. Nach ca. 2 Stunden kam die Durchsage, dass zwei der vier Flüge nun gestrichen worden sein, die Passagiere könnten am nächsten Morgen um 6 Uhr wiederkommen, dann würde es wahrscheinlich einen Flug geben. Unser Flug war glücklicherweise nicht dabei.
Nach insgesamt 6 Stunden warten im Flughafengelände von Manta, als wir endlich Pizza bekamen, die wir bei der Angestellten der Fluggesellschaft angefordert hatten, ging es endlich weiter – auf nach Quito. So erreichten wir sehr müde gegen 1 Uhr morgens unser Bett in Quito.

Die Reise in den Süden hat uns wirklich gut gefallen, auch wenn wir die Städte nicht lieben lernen werden… Nun freuen wir uns auf die weiteren Erfahrungen, es kommen noch einige!!

Weitere Bilder findet ihr in der Galerie… Viel Spaß!

 

 

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Feliz cumpleanos Stefan

Mein lieber Stefan ist am Donnerstagabend (01.03) gut in Quito gelandet und ich freue mich sehr ihn hier in die Arme nehmen zu können!!
Samstag haben wir dann seinen Geburtstag gefeiert – ein wunderschöner und für ihn ganz anderer Tag als gewohnt.
Der Oma Grete Kuchen fehlte natürlich nicht, aber ansonsten war nichts so wie sonst…  Am Morgen sind wir zu dritt (Stefan, Judy und ich) in einem Touristen Doppeldeckerbus gehfahren, damit Stefan die Stadt ein bisschen besser kennen lernen konnte. Die Fahrt war sehr schön, neugierig hat er alle neuen Eindrücke aufgenommen, sich gewundert, gelacht und gestaunt.

Am Nachmittag gab es dann die Feier mit der ecuadorianischen Familie, die ihn fast zur Verzweiflung gebracht hätte. Judy hatte die Family um 15.00Uhr eingeladen, wir selbst sind erst um 16.00Uhr zurückgekommen und die Gäste kamen dann erst gegen 18.00Uhr. Der arme Stefan ist an diesem Durcheinander und der Unpünktlichkeit fast verzweifelt, zudem noch ohne ein Wort Spanisch zu sprechen… Trotzdem war es eine schöne Feier, die er sicherlich so schnell nicht vergessen wird…

Weitere Fotos findet ihr in der Galerie…

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Mindo

Am Karnevalsonntag fuhren wir dann gemeinsam (Judy, Miri und ich) nach Mindo. Mindo ist nur 2 Stunden von Quito entfernt und ist für seinen Nebelwald berühmt.

Der Busfahrer des Schulbuses meiner Schüler hatte mir gesagt, dass er ebenfalls nach Mindo fahren würde und uns so mitnehmen könnte. So saßen wir am Morgen in dem gelben Schulbus, zusammen mit unserem Busfahrer Eduardo, einer Lehrerin und ihren Kindern.

Spontanität wird in diesem Land groß geschrieben, und so fuhren wir zuerst zu einem Ort der sich “el paraiso del pescador” (Das Parais des Fischers) nennt. Dort gibt es einen großen See in dem es viele Fische gibt. Der Besucher kann sich dann seine Fische mit einer Angel aus einem Bambusstab angeln, sie zum Innerein herausnehmen bringen und braten lassen. So hast du ein absolut frisches essen. Wir haben einen Fisch geangelt, ihn ausnehme und braten lassen. Frisches Essen also ;) In der Zwischenzeit sind Miri, die Kinder und ich mit einer Seilbahn auf einen Berg gefahren, von dem wir eine tolle Aussicht hatten.

Anschließend ging es zu einem Wasserfall in der Nähe, danach zum “Rio Blanco” in welchem die Anderen schwimmen gegangen sind. Miri und ich haben das, auf Grund Erkältungen, lieber gelassen…

Am Abend kamen wir dann in unserem Hostal in Mindo an und nach einer Pizza ging es auch direkt ins Bett ;)

Am nächsten Tag fuhrenwir zum Canopi,hoch oben schwangen Miri und ich uns durch die Lüfte – super super toll!!!!!!!! (siehe Bilder)

Am Nachmittag fuhren wir zu einer Finca zum Essen und trafen dort zufällig meinen Cousin mit Frau und Kind. Ein netter Zufall…

Am Abend fuhr Judy nach Quito zurück und Miri und ich blieben noch bis zum nächsten Abend.

Am Dienstag morgen fuhren wir zu einem Wasserfall in Mindo. Wir mussten ungefähr eine halbe Stunde durch den Nebelwald laufen, bevor wir denn Wasserfall sehen und hören konnten. Dort gibt es die Möglichkeit von einer Klippe, ca. 4m tief runterzuspringen und im Wasser zu lande. Das Wasser ist eine einzige Strömung – schwimmen unmöglich! Echt krass. Miri und ich sind natürlich nicht gesprungen – auch wenn uns die Guides dazu überreden wollten… Allerdings sind wir in der Strömung “schwimmen” gewesen und haben uns an einem Seil entlanggezogen um die Stärke des Wassers zu spüren.

Es ist wirklich beeindruckend wie viel Stärke so eine Strömung hat…
Die Mindotage waren super schön!! Ich habe euch Fotos hochgeladen, um euch daran teilhaben zu lassen. Viel Spaß!

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Karneval in Ecuador

Das Karnevalswochenende verbrachte ich mit Miri – meiner Schulfreundin Mirjam, die am 12.0.12 in Quito gelandet wa, hier einen zwei wöchigen Sprachkurs gemacht hat und nun auf Galapagos ein sechswöchiges Praktikum absolviert. Es ist wirklich toll, dass wir in ihrer Quitozeit so viel gemeinsam unternehmen konnten!!


Am Freitag Abend gingen wir mit Judy in die Altstadt. In der “Calle la Ronda”, die älteste Straße Quitos, war die Party los – mit ganz vielen Schaumsprühflaschen, Mehl und Wasser. So wird hier der Karneval gefeiert… Miri und ich waren immer wieder mit Schaum angegriffen worden, hatten das Ekelzeug im Gesicht, im Mund und an unserer ganzen Kleidung. Zu unserer Verteidigung mussten wir uns somit auch Spühflaschen kaufen und hatten einen riesen Spaß bei dieser Verrücktheit!
Ein super Abend!

Bilder findet ihr in der Fotogalerie. Viel Spaß!

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